Auf der Zeitachse von Steff la Cheffe scheint es nur eine Richtung zu geben: Steil nach oben! Das Album «Vögu zum Geburtstag» aus dem Jahr 2013 landete auf Platz 1 der Schweizer Albumcharts – gesamthaft konnte sich Steff la Cheffes Hitalbum 21 Wochen in den Charts halten. Die Singleauskopplung «Ha ke Ahnig» wurde zum Sommerhit und Ohrwurm. Und auf den dutzenden Konzerten der «Vögu zum Geburtstag» Frühlings- und Herbsttour sowie den renommiertesten Schweizer Open Airs bewies sich Steff la Cheffe als unermüdliche Stimmungsmacherin. Gründe genug für das «Meitschi vom Breitsch», es sich auf dem Chef-Sessel richtig gemütlich zu machen.

Stefanie Peter, wie Steff la Cheffe heisst, als sie 1987 in Bern zur Welt kommt, macht keine halben Sachen: Als sie von ihrem sechs Jahre älteren Bruder die Alben «Things Fall Apart» von den Roots und «Make the Music 2000» von Rahzel geschenkt bekommt, beginnt sie kurzerhand selbst, Songtexte zu schreiben und ihr Mund in ein Instrument zu verwandeln. Der Zürcher Produzent und Musiker Dodo entdeckt das junge Talent 2007 an einem Female Hip Hop Jam in der Reitschule Bern und fördert sie. Der Track «Chef Ding» entsteht aus einer ersten Zusammenarbeit der beiden, Steff la Cheffe singt auf drei Songs von Dodos Album «Reggae Against the Machine». Die Musikszene wird hellhörig, so sehr, dass World Music-Star Andreas Vollenweider die junge Beatboxerin auf seinen Konzerten in der Schweiz, Europa, Südafrika und China auftreten lässt. Mit dem Rückenwind von Vollenweider und Dodo gelingen Steff la Cheffe 2009 zwei weitere grosse Erfolge: Sie wird Beatbox Vizeweltmeisterin in der Female Category in Berlin und gewinnt am m4music die Demotape Clinic in der Kategorie Urban und darüber hinaus auch das Demo of the Year. Ab sofort ist sie nicht mehr das bestgehütete Hip Hop-Geheimnis der Schweiz.

Dafür zeigt Steff la Cheffe der Schweiz im April 2010, wie viel in der zierlichen First Lady of Mundart-Rap wirklich steckt: Sie veröffentlicht ihr Debüt-Album «Bittersüessi Pille» mit dem Song «Annabelle» und steigt damit auf Platz 7 in den Charts ein. Gemeinsam mit ihrer Band spielt sie sich quer durch die Schweizer Clubs und Festivals. Der Filmer Alain Guillebeau hält die Zeit im Sommer 2010 auf der Kamera fest, im November wird sein Kurzfilm «Steff la Cheffe – Im Momänt» uraufgeführt. Die Nomination zum SRF 3 Best Talent, so viel wird spätestens im Winter 2010 klar, sollte der Karriere von Steff la Cheffe zum endgültigen Durchbruch verhelfen. Nebst zahlreichen Preisen und Auszeichnungen darf Steff la Cheffe an den Music Awards 2011 den Preis des «Best Talent National» entgegennehmen.

Doch damit nicht genug: In der Berner Tageszeitung «Der Bund» schreibt Steff la Cheffe Mundart-Kolumnen und an Schulen und Jugendtreffs leitet die Künstlerin Beatbox- und Rap-Workshops. Gemeinsam mit ihrem Produzenten Dodo begibt sich Steff im Januar 2012 auf eine vierwöchige Inspirationsreise nach Südafrika. Zurück mit ersten Ideen und Skizzen im Gepäck beginnt die Produktion des Albums. Neben verschiedenen Kollaborationen mit südafrikanischen Künstlern und ihren Berner Lieblings-Rappern entsteht eine Zusammenarbeit mit dem Zentralschweizer Jugendsinfonieorchester ZJSO, welche in zwei gemeinsamen Aufführungen im Herbst 2012 gipfelt.

Nach Abschluss der Studioarbeiten reisen Dodo und Steff la Cheffe mit ihrem Team im November 2012 erneut nach Capetown um die Videos zu «Ha ke Ahnig» und «Make a Move» zu drehen. Der Aufwand lohnt sich: Die Single «Ha ke Ahnig» wird der Mundarthit 2013 schlechthin. Die Single und das Album «Vögu zum Geburtstag» erreichen Goldstatus. Der Höhepunkt der «Vögu zum Geburtstag» Tour findet sich auf dem Berner Hausberg: Der Hang vor der Waldbühne am Gurtenfestival ist übervoll und das Publikum singt gemeinsam mit Steff in die Nacht.

Steff la Cheffe ist und bleibt vielseitig: Sie spielt mit ihrer Band im Rahmen des Energy Stars for Free im Hallenstadion oder übernimmt eine Rolle im Theaterstück «Der Polder». Doch so verschieden ihre Engagements auch sind, die direkte Bernerin fällt immer wieder dadurch auf, dass sie kaum ein Blatt vor den Mund nimmt und konsequent zu ihren pointierten Meinungen steht. Und dies ist wohl ihr Schlüssel zum Erfolg, denn die Kurve wird nicht flacher: Mit einer doppelten Nominierung an den Swiss Music Awards 2014 für den «Best Hit National» und das «Best Album Urban National» verweilt die Berner Musikerin noch eine Weile länger dort, wo die Luft bekanntlich am besten ist: Ganz, ganz oben.

Label: Bakara Music

Booking: get loud

Produktion: Dodo

Mix: Weltschall

Mastering: TrueBusyness Mastering

Grafik: Anna-Lina Balke, Oiler, Amadeus Waltenspühl

Pressefotos: Peter Hauser

Presswerk: Adon

Vertrieb: Warner Music

Videos: Fabian Niklaus, Benjamin Dobo, Eebrahim Hajee, Happy Feet Youth Project

Bühnenoutfits: Regula Staub

Steff la Cheffe hat sich bisher u.a. in folgenden Bereichen engagiert:

Umweltthemen: Saatgutkampagne, Greenpeace, Swiss Recycling

Politische Sachthemen: Bleiberecht Bern, Atomkraft? Nein Danke!, GomS

Förderung für Schweizer Musikerinnen: Helvtiarockt

Chancengleichheit durch musikalische Bildung: Jeki Bern

Beratung und Unterstützung für Kinder und Jugendliche: Pro Juventute

2013
prix eco.swisscanto, Hoffnungsträgerin

2011
Swiss Music Award, Best Talent National 2010 SRF 3
Prix Walo, Newcomer
Berner Kommunikationspreis

2010
Slangnacht, Newcomer of the Year
Kanton Bern, Coup de Coeur

2009
Beatbox Vizeweltmeisterin
m4music Demotape Clinic, Urban / Demo of the Year